Funktionsdiagnostik

Das Krankheitsbild der Cranio–Mandibulären–Dysfunktion ( C M D ) ist vielschichtig und beschreibt Fehlfunktionen in der Beziehung von Schädel
( Cranium ) und Unterkiefer ( Mandibula ).

Beschwerden wie : Kiefergelenksschmerzen, Gelenkknacken, eingeschränkte Mundöffnung, abradierte Zähne, schmerzhafte Zahnhälse und …  führen den Patienten  in die zahnärztliche Praxis. Das ein Zusammenhang der Symptome     mit Kopfschmerzen, Nackenproblemen bis hin zu Bandscheibenleiden und Beckenschiefstand bestehen kann ist den Wenigsten bewusst.

Mit der Kenntnis der Anatomie und dem Verständnis von Bewegungsabläufen zeigt sich die Komplexität des Krankheitsbildes. Werden diese Zusammenhänge nur unzureichend erkannt ist der Behandlungserfolg vermindert.
Daher ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit des Zahnarztes mit Orthopäden, Physiotherapeuten und teilweise Internisten und Psychologen von Nöten, um dem Geschehen gerecht zu werden.

Ein Exkurs in die Anatomie zeigt, dass das knöcherne Gerüst durch Bänder und Sehnen gehalten und über die Muskulatur bewegt wird.  Gleiches gilt für den Schädel,  der der Wirbelsäule aufsitzt und den Unterkiefer ( UK ),  der an der Schädelbasis fixiert ist. Bei Kieferschluss stützen sich die Zähne des UK an den Zähnen des Oberkiefers ( OK ) ab.

Man spricht von den Zähnen als die „Feineinstellung der Wirbelsäule“ !

Beschwerden aus Fehlhaltungen und muskulären Verspannungen können sich bis   in das Kauorgan fortsetzen. Funktionsstörungen des Kauorgans können bis in das Halte-/Stützsystem ausstrahlen.